Oker
(C.Mezzo-1
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Celle, 16. Februar 2024 – Auf großes Interesse stieß der Vortrag des Harzer Geologen und BUND-Referenten Dr. Friedhart Knolle auf Einladung der BUND-Kreisgruppe Celle im Haus der Vereine. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich über die Folgen von mehr als 3000 Jahren Bergbau und Hüttenwesen im Harz und die damit verbundenen Umweltbelastungen bis in die heutige Zeit.
Im Mittelpunkt des Vortrags standen die erheblichen Schwermetallbelastungen, die ihren Ursprung im historischen Bergbau haben und bis heute über Flüsse wie die Oker weitertransportiert werden. Von dort gelangen Schadstoffe wie Blei, Cadmium, Kupfer und Zink auch in größere Flusssysteme wie die Aller und darüber hinaus in Richtung Nordsee. Dr. Knolle erläuterte anschaulich, wie Halden und industrielle Hinterlassenschaften bis heute als Quellen dieser Belastungen wirken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sich Hochwasserereignisse auf die Verbreitung der Schadstoffe auswirken und welche Regionen und Bevölkerungsgruppen besonders betroffen sind. Ebenso ging der Referent auf mögliche Gesundheitsrisiken sowie auf Maßnahmen zur Überwachung und Reduzierung der Belastungen ein.
Die anschließende Diskussion zeigte das große Informationsbedürfnis der Teilnehmenden. Viele nutzten die Gelegenheit, Fragen zu regionalen Auswirkungen und zu möglichen Schutzmaßnahmen zu stellen.
Die BUND-Kreisgruppe Celle zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz der Veranstaltung. „Das große Interesse bestätigt, wie wichtig es ist, über die langfristigen Folgen des historischen Bergbaus und den Schutz unserer Gewässer zu informieren“, so die Veranstalter.
Der Eintritt zu der Veranstaltung war frei, Spenden wurden zur Unterstützung der weiteren Umweltbildungsarbeit entgegengenommen.