Vom Harz bis nach Celle – wie kommen die Schwermetalle in die Aller?

16. Februar 2025 | Ressourcen & Technik, Umweltgifte, Wälder, BUND konkret

Vortrag beleuchtete Schwermetallbelastung durch Altbergbau im Harz

Friedhart Knolle

Immer wieder sorgen die bergbaulichen Altlasten aus dem Harz auch überregional für Aufmerksamkeit. In einem Vortrag auf Einladung der BUND-Kreisgruppe Celle erläuterte der Harzer Geologe und BUND-Referent Dr. Friedhart Knolle die Ursachen, Entwicklungen und Folgen dieser Belastungen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Schwermetalle aus den historischen Bergbau- und Hüttenstandorten bis heute in die Flüsse gelangen. Über die Oker werden belastete Sedimente weitertransportiert und erreichen schließlich auch die Aller. Besonders Hochwasserereignisse können dabei eine wichtige Rolle spielen, da sie zusätzliche Schadstoffe mobilisieren und verlagern.

Dr. Knolle machte deutlich, dass die Auswirkungen von mehr als 3000 Jahren Metallgewinnung noch immer spürbar sind. Bei der Förderung und Verarbeitung von Metallen wurden Böden über Jahrhunderte hinweg mit Arsen sowie Schwermetallen wie Blei, Cadmium, Kupfer und Zink angereichert. Niederschlagswasser kann diese Stoffe aus Halden und belasteten Flächen lösen und in die Gewässer eintragen. Dadurch sind Flusslandschaften vom Harzvorland bis weit in die norddeutsche Tiefebene betroffen.

Der Vortrag beleuchtete neben der historischen Entwicklung auch die heutige Situation, die betroffenen Regionen sowie mögliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Zudem wurde dargestellt, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Belastungen zu verringern und Risiken zu begrenzen.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden einen fundierten Einblick in ein Umweltproblem, dessen Ursachen weit zurückreichen und dessen Folgen bis heute sichtbar sind.

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