Vogelkundliche Wanderung 2011

21. Mai 2011 | heimische Vögel

Bei der vogelkundlichen Wanderung durch Lachte- und Aller-Auen erlebten die Teilnehmenden eine außergewöhnliche Artenvielfalt – von Pirol und Grünspecht bis zu Rotmilan und Rohrweihe. Neben eindrucksvollen Tierbeobachtungen rückten auch Eingriffe in sensible Lebensräume in den Fokus. Ein eindringlicher Appell für den Schutz dieses einzigartigen Naturraums.

Am 21.5.2011 führten Herr Dr. Langbehn (Leiter der ornithologischen Arbeitsgruppe) und Frau Habekost (Celler Kreisgruppe des BUND) eine 30-köpfige Wandergruppe beim ca. 3-stündigen Rundweg durch Lachte-Aue - Finkenherd - Aller-Aue.
Während dieser vogelkundlichen Wanderung wurden 55 (!) verschiedene Vogelarten gesehen / gehört - so z.B. Zaunkönig, Storch, Wochholderdrossel, Grünspecht, Winter-Goldhähnchen, Feldschwirl, Austernfischer und Pirol.
Auf der Lachte schwamm majestätisch ein Höcker-Schwanen-Paar mit seinen Jungen, die dann ganz schnell bei Vater und Mutter unter den Federn verschwanden.

Die geplanten Arbeiten im Bereich der Lachtemündung lösten bei vielen Naturinteressierten Kopfschütteln aus. Der zerstörte Ufer-Schilf-Bewuchs und die herausgerissene alte Weide nahe der Lachte-Mündung wurden als bedauerliche Zeichen von Geldverschwendung gesehen. Auf der angrenzenden Wiese suchte der Altenceller Storch nach Fressbarem für seine 4 Jungen – in der Nähe riefen mehrere Fasane, die Nachtigall, der Pirol und diverse Kleinvögel. Über den Aller-Wiesen zogen am Himmel Rohrweihe und Rotmilan ihre Kreise, der Bussard beobachtete die Umgebung vom Zaunpfahl aus und mehrere Rehe hüpften durch das hohe Gras, wo auch bereits die ersten Libellen zu sehen waren.

Am Wegesrand wurde verwiesen auch auf den weißblühenden Schneeball, rotviolett blühenden Beinsell und Kuckuckslichtnelke, gelbblühende Wasserlilien, die zarte weißblühende Hainstern-Miere u.v.a.m. Die Gruppe hofft, dass in diesem Jahr am nördlichen Lachte-Uferweg nicht gemäht wird, da dort etliche Orchideen am Wegesrand wachsen, die demnächst zu blühen beginnen werden. – In der Heidefläche (im Finkenherd) sah man Kriechweiden und behaarten Ginster, aber leider auch viele kleine Bäumchen, die in nur wenigen Jahren aus der Heidefläche einen Wald machen würden, wenn nicht „entkusselt“ wird. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Kleinod an Lachte und Aller erhalten und geschützt bleit, sodass sich weitere Generationen daran freuen können.

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