Feldberegnung
(D-G-Seamon
/
Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
In der kommenden Woche ist ein Werber-Team des BUND in der Celler Innenstadt unterwegs: Von Montag, 27.04. bis Donnerstag, 30.04., sowie am Samstag, 02.05., informieren unsere Werber*innen an einem Infostand über den BUND und aktuelle naturschutzrelevante Themen. Sie erkennen das Team an der grünen BUND-Kleidung mit Logo. Stände gibt es am:
27.04.: Robert-Meyer-Platz
28.04.: Am Heiligen Kreuz 26 (neben dem Brunnen)
29.04.: Poststraße 10
30.04.: Am Heiligen Kreuz 26 (neben dem Brunnen)
02.05.: Robert-Meyer-Platz
Neben Informationen zu unseren Projekten besteht auch die Möglichkeit, sich über eine BUND-Mitgliedschaft und weitere Formen der Unterstützung zu informieren. Bitte begegnet unserem Team freundlich – und macht gerne auch Freunde, Nachbarn und Kolleg*innen auf die Aktion aufmerksam. Jede Unterstützung hilft uns, unsere Arbeit für Umwelt, Natur und Klimaschutz in Celle weiterzuführen.
Bei dem nächsten offenen Büro, am 02.05.2026 ab 9:00 Uhr, möchten wir das Thema Gentechnik vor allem in der Landwirtschaft in den Fokus rücken. Im Rahmen der derzeit laufenden EU-Gesetzgebung werden grundlegende Weichen gestellt: Gentechnik soll so neu definiert werden, dass für viele Anwendungen Zulassungsverfahren und Risikoüberprüfungen weitgehend entfallen könnten. „GVO-freie“ Lebensmittel, wie wir sie bisher kennen, stünden damit zur Disposition, zudem wird eine unregulierte Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen diskutiert. Unser Vorstandsmitglied Anna Boertz ist Mitglied im BUND-Bundesarbeitskreis (BAK) Gentechnik und wird über den aktuellen Stand berichten sowie Fragen beantworten. Nutzt die Gelegenheit, um Euch aus erster Hand zu informieren und mit uns über die möglichen Folgen für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher*innen ins Gespräch zu kommen.
Der nächste gemeinsame Pflegeeinsatz auf der Streuobstwiese findet am 21.05.2026 statt. Wir werden die Baumscheiben pflegen (hacken und mit Häckselgut mulchen) und die Bäume wässern. Mitmachen können alle – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Jede helfende Hand ist willkommen und trägt dazu bei, unser Umfeld grüner und lebenswerter zu machen.
BUND kritisiert Antrag auf drastische Erhöhung der Grundwasserentnahme
Für die landwirtschaftliche Feldberegnung plant die Kreisverwaltung, den Antrag vom Oberverband Feldberegnung auf Mengensteigerung von 18 Mio auf 31,9 Mio Kubikmeter zu genehmigen. Die BUND Kreisgruppe Celle befürchtet, dass diese Mengen für die vom Grundwasser abhängigen Ökosysteme eine Gefahr sind. Die wertvollen Heidebäche (letztes Tieflandvorkommen der Flussperlmuschel) die Feuchtbiotope, die EU-Naturschutz- und Vogelschutzgebiete sind gefährdet. Aber auch die nicht beregnenden Landwirte mit Forst- und Grünlandflächen sind mit dieser Planung wirtschaftlich benachteiligt.
Die Trinkwasserversorgung hat Vorrang und die muss gewährleistet sein. “Grundwasserdürre” heißt es in der Presse. Die Klimaerwärmung mit Tagen mit Temperaturen über 30 Grad Celsius haben sich mehr als verdoppelt. Die Not der Pflanzen auf den Feldern und in den Gärten veranlassen zu immer mehr Entnahmen aus dem Grundwasser. Das reichert sich aber seit 20 Jahren nicht mehr an. Es sollte nur so viel Wasser entnommen werden, wie sich neu bildet, so lautet eine der Forderungen. Wir möchten die hiesige Landwirtschaft erhalten, aber können nicht warten, bis das “Wasserkonto” leer ist. Deshalb hat die Einsparung von Wasser oberste Priorität. Wir regen an, weniger Wasserkanonen, mehr Tröpfchenbewässerung, mehr Agroforst im Landkreis Celle und weniger Wasser abhängige Kulturen anzubauen.
Weitere Forderungen
- Begrenzung der Fördermenge
- Vorrang von Naturschutz und Trinkwasserversorgung
- Strenge Kontrollen von Durchflussmengen und Brunnenpegeln mit unabhängigen und regelmäßige Prüfungen
- verkürzte Genehmigungen wegen der Klimaänderungen
- Transparenz aller erhobenen Daten
- Die Einwendungsfrist ist nun auf den 1.6.2026 verlängert. Wir können noch gleichförmige Einwendungen als Unterschriftenlisten planen.
Ehrenamtliches Engagement – Unterstützung gesucht
Die Arbeit des BUND lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Viele unserer Projekte, Stellungnahmen und Aktionen sind nur möglich, weil Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich einzubringen.
Gleichzeitig merken wir immer stärker, dass sich viele Aufgaben derzeit auf wenige Schultern verteilen – häufig auf den Vorstand. Auf Dauer kann und sollte das so nicht bleiben. Damit unsere Kreisgruppe weiterhin aktiv sein kann, brauchen wir Mitglieder, die sich auch praktisch einbringen möchten.
Das kann ganz unterschiedlich aussehen: bei der Betreuung einzelner Themen, bei der Organisation von Veranstaltungen, bei Aktionen zum Natur- und Umweltschutz oder auch bei der Öffentlichkeitsarbeit.
Wenn Du dir vorstellen kannst, dich stärker einzubringen oder ein bestimmtes Thema zu begleiten, freuen wir uns sehr über Deine Rückmeldung. Jede Unterstützung hilft, unsere Arbeit breiter aufzustellen und neue Projekte anzustoßen.
Viele Grüße
Anne, Anna, Heike, Hilde und Christian