Kalihalde Wathlingen: BUND fordert Prüfung nachhaltiger Alternativen
Nach Abschluss des Mediationsverfahrens zum Umgang mit der Kalihalde Niedersachsen in Wathlingen fordert der BUND Niedersachsen eine Neubewertung der möglichen Sanierungsvarianten. Aus Sicht des Umweltverbandes sollte die Kalihalde nicht einfach abgedeckt werden, sondern möglichst weitgehend verwertet oder in das Bergwerk zurückgeführt werden.
Nach dem Stand der Technik innerhalb der Europäischen Union sind zunächst Lösungen zu prüfen, bei denen Haldenmaterial wieder unter Tage verbracht oder als Rohstoff aufbereitet wird. Der BUND hält sowohl einen Teilversatz der Halde im Bergwerk als auch die Aufbereitung des Materials zu Industriesalz grundsätzlich für technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar. Beide Varianten könnten die Halde schrittweise reduzieren und langfristige Umweltprobleme vermeiden.
Eine reine Abdeckung der Halde lehnt der BUND dagegen ab. Sie würde die Versalzung des Grundwassers nicht dauerhaft beenden und könnte langfristig hohe Folgekosten verursachen. Zudem bleiben Unsicherheiten hinsichtlich der Qualität der entstehenden Haldenwässer sowie möglicher Schäden und Sanierungsmaßnahmen in der Zukunft.
Der BUND fordert daher eine erneute Prüfung der Varianten entsprechend dem europäischen Stand der Technik und eine Neubewertung der wirtschaftlichen Zumutbarkeit für das Unternehmen K+S. Dabei müsse auch berücksichtigt werden, dass K+S derzeit wirtschaftlich sehr erfolgreich ist und daher stärker zur Lösung der Umweltprobleme beitragen könne.
Ziel müsse eine Lösung sein, die langfristige Umweltschäden vermeidet und keine sogenannten „Ewigkeitslasten“ für die Allgemeinheit hinterlässt.
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