Intensive Diskussionen und neue Erkenntnisse: Erfolgreicher BUND-konkret-Vortrag zu Celler Fledermausbrücken

27. Oktober 2025 | Fledermäuse, Lebensräume, Ortsumgehung

Rund 70 Gäste kamen in Altenhagen zusammen, um mit dem Naturschützer Dr. Friedhart Knolle über Sinn und Wirkung der Celler Fledermausbrücken zu diskutieren. Im Fokus standen neue Erkenntnisse zu Gefahren für Fledermäuse sowie die Frage, warum die Bauwerke für den Artenschutz notwendig sind. Die lebhafte Diskussion machte deutlich, wie groß das Interesse und die politische Bedeutung des Themas sind.

Dr. Friedhart Knolle zum Thema "Die Celler Fledermausbrücken"

Celle, 27. Oktober 2025 – Rund 70 interessierte Gäste folgten der Einladung der BUND-Kreisgruppe Celle ins Gemeinschaftszentrum Altenhagen, um dem Vortrag von Dr. Friedhart Knolle zum Thema „Die Celler Fledermausbrücken – wie sinnvoll sind sie?“ zu lauschen. In einer lebendigen und sachlich geführten Veranstaltung beleuchtete der renommierte Naturschützer die Bedeutung sogenannter Grün- und Fledermausbrücken für den Erhalt der Artenvielfalt. „Besonders eindrücklich war die Erklärung des bislang wenig bekannten Phänomens des Barotraumas, das Fledermäusen durch Luftverwirbelungen an viel befahrenen Straßen tödlich zusetzt“, berichtet Anne Pfützner, die die Veranstaltung als 1. Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Celle begleitete.

Die anschließende Diskussion zeigte das große Interesse und die Betroffenheit der Anwesenden. Warum auf so kurzer Strecke so viele Brücken gebaut wurden, war eine der zentralen Fragen aus dem Publikum. Dr. Knolle erläuterte, dass der autobahnähnliche Ausbau der Straße durch besonders artenreiche Auenlandschaften und das Waldgebiet Finkenherd – Heimat zahlreicher geschützter Fledermausarten – einen rechtssicheren ökologischen Ausgleich erforderlich mache. Beiträge von Expertinnen und Experten wie dem Fledermausbeauftragten von Stadt und Landkreis Celle, Rüdiger Habeck, Dr. Hildegard Rupp und weitere Fachleute ergänzten den Abend um wertvolle Perspektiven aus Forschung und Naturschutzpraxis.

Die BUND-Kreisgruppe zeigte sich erfreut über die rege Beteiligung und das besonders respektvolle Miteinander. Auch Mitglieder der Ortsräte Altenhagen, Bostel und Lachtehausen sowie einige Kreistagsabgeordnete nahmen teil und unterstrichen damit die politische Relevanz des Themas. BUND-Vorsitzende Pfützner zieht ein positives Fazit: „Der Abend hat deutlich gemacht, dass der Schutz wandernder Wildtiere kein Luxus ist, sondern Ausdruck unserer gesellschaftlichen und politischen Verantwortung gegenüber der Natur.“ Grünbrücken seien ein wichtiger Baustein auf diesem Weg.

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