Das hat sich gelohnt: Aktive der BUND KG haben im Naturschutzgebiet aufgeräumt. Darunter auch die Vorstände Anne Pfützner, Soula Bakas und Initiatorin Dr. Hilde Rupp.
Das Hochwasser des vergangenen Winters brachte nicht nur Schlamm- und Sandablagerungen in den Überschwemmungsgebieten mit sich, im Treibgut befand sich auch viel Müll. Dies nahm die BUND KG zum Anlass für eine Müllsammelaktion im Naturschutzgebiet „Untere Allerniederung bei Boye“. In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Abfallzweckverband der Stadt Celle wurde der stark vermüllte Parkplatz an der Nienburger Straße zur Sammelstelle
bestimmt.
In kürzester Zeit füllten sich die Müllsäcke. Schnell bemerkten die Aktiven, dass nur der kleinste Teil der Funde tatsächlich auf das Hochwasser zurückging. Es handelte sich vielmehr um Hinterlassenschaften aus den vergangenen Jahren oder sogar Jahrzehnte. Getränkedosen, Glas- und Plastikflaschen sowie sonstige Plastikverpackungen und Folien wurden aus dem Boden gezogen. Auch diverse Schuhe, Angelschnüre, ein Sperrholz-Captain-Cook in Lebensgröße, Elektronikschrott, ein alter Polyester-Schlafsack, Plastikkanister, Styroporstücke und einiges an Altmetall schleppten wir zur Sammelstelle.
Problematisch sind aber vor allem die kleinsten Teile. Folienreste werden von Vögeln zum Nestbau verwendet und stellen so eine Gefährdung für ihre Brut dar. Im Boden verrottendes Plastik zerfällt im Laufe der Jahre in Mikroplastik und ist dann praktisch nicht mehr rückholbar. Zudem enthält es Giftstoffe wie etwa Weichmacher, die die Umwelt belasten. Die BUND KG Celle plant aus diesen Gründen, weitere Müllsammelaktionen folgen zu lassen.