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Kreisgruppe Celle

Winter-Obstbaumschnitt März 2018

01. April 2018 | Natur erleben, Obstbäume, Streuobstwiesen

Die BUND Kreisgruppe Celle sagt DANKESCHÖN allen Helferinnen und Helfern!

(Foto: privat)

Am 10. März 2018 konnte Helga Habekost für die BUND-Kreisgruppe siebzehn Naturinteressierte am Altenceller Feld begrüßen. Sie zeigte im Fotovergleich, wie gut sich Bäume auf der am Neustädter Holz gepflegten Obstbaumwiese entwickelt haben, nachdem dort in den letzten zehn Jahren die Obstbaumschneideseminare durchgeführt wurden.

Die Obstwiese am Altenceller Feld wurde vor fünf Jahren als Ausgleichsmaßnahme für die am Martha-Hof entfernte alte Obstbaumwiese, welche dem Straßenbau am Bohr-Drilling-Simulator der TU-Clausthal Zellerfeld zum Opfer gefallen war, angelegt.

Insgesamt wurden am Altenceller Feld etwa 50 jungen Obstbäume zurückgeschnitten, um ein ausgewogenes Verhältnis von Wurzel- zu Kronenmasse zu schaffen. Das ist gerade in den ersten Jahren für die jungen Bäume wichtig, damit sie ein kräftiges, tragfähiges Gerüst bilden. Durch den recht radikalen Schnitt wird der Baum im Frühjahr angeregt, neues Holz zu bilden.

Von Ingo Rodemann (Verband Wohneigentum) wurden fünf angehende Gartenfachberater im Obstbaumschnitt fachmännisch geschult. Die übrige Gruppe übernahm erstmals der Streuobst-Pädagoge und Dipl.Forstwirt Hans-Otto Schrade, der den interessierten Teilnehmern in humorvoller Weise und mit viel Fachwissen wertvolle Hinweise zum Winter-Obstbaumschnitt gab.

Beim Schnitt ist auf die sogenannte „Saftwaage“ zu achten. Damit ist gemeint, dass gleichrangige Gerüstäste auf gleichem Niveau stehen, d.h. auf jeder „Etage" in gleicher Höhe enden. Außerdem sollten die Äste in einem Winkel von ca. 45° wachsen, weil dadurch die Früchte am Ast optimal mit Nährstoffen und Licht versorgt werden. Auch wurden zum Stamm wachsende Zweige entfernt, damit im Inneren des Baumes genügend Luftraum bleibt.

Die Obstbaumspezialisten wiesen auf die "Baumscheibe" hin (ca. einen Meter rings um den Stamm herum), die von Bewuchs freigehalten werden sollte. Nach dem Winter führen die Bäume die in den Wurzeln gelagerten Reservestoffe wieder stammaufwärts an die Triebknospen, wo dann ein starkes Sprosswachstum einsetzt. Deshalb haben fleißige Hände um alle Bäume herum das Unkraut entfernt und Kalk gegen die Übersäuerung durch zuvor aufgebrachten Rindenmulch gestreut. Die Baumstämme wurden mit Baumweißanstrich gegen die starken Frühjahrstemperaturdifferenzen (zwischen nächtlicher Abkühlung und Mittagssonne) geschützt, um ein Aufplatzen der Rinde zu verhindern.

Nun bleibt die weitere Entwicklung der Altenceller Obst-Wiese zu beobachten. Der Sommerschnitt zur Wachstumsberuhigung ist in diesem Jahr für den 11. August geplant, zu dem bereits jetzt jede(r) Interessierte herzlich eingeladen ist.

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