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Kreisgruppe Celle

Vortrag: Ausgesummt und ausgezwitschert

09. März 2018 | Artenschutz

Ausgesummt und ausgezwitschert - über die Auswirkungen des Artenrückgangs bei Vögeln und Insekten

(Foto: privat)

Am 06. März 2018 hielt Dr. Ernst Paul Dörfler im Beckmannsaal in Celle auf Einladung der BUND Kreisgruppe Celle seinen Vortrag "Ausgesummt und ausgezwitschert? - Ursachen und Auswirkungen des Artenrückgangs".

Zum Einstieg referierte Herr Dr. Dörfler über das "Liebesleben der Vögel". Die große Vielfalt des "gefiederten Zusammenlebens" lockerte aufgrund der mannigfaltigen Parallelen zum menschlichen Beziehungsverhalten den Vortrag auf und gaben im gut gefüllten Beckmansaal oft Anlass zum Schmunzeln.

Deutlich ernster wurde es dagegen, als das Thema "Rückgang der Artenvielfalt von Vögeln und Insekten" am Beispiel der Großtrappe angegangen wurde. Die Großtrappe zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Ihr Lebensraum ist bedroht, denn sie benötigt Ackerflächen und Grünwiesen mit einer große Kulturvielfalt. 

Die Hauptursachen, so Dr. Dörfler, liegen in der intensiven agrartechnischen Nutzung unserer Naturflächen:

  • Bodenverdichtung, Monokultur und viele Bearbeitungsgänge stören die Vögel bei der Aufzucht ihrer Küken
  • die intensive Düngung und der Einsatz von Pestiziden hat eine Verringerung der Kulturpflanzen und damit eine qualitative und quantitative Abnahme der Insekten zu Folge. Das Nahrungsangebot für die Großtrappe ist nicht ausreichend, sie stellen die Fortpflanzung ein 

Nach seinem Medienvortrag ging Dr. Dörfler auf die Frage ein: Was kann der Einzelne tun? Eine Patentlösung konnte er genau so wenig präsentieren wie eine schnelle Lösung. Es gibt jedoch Möglichkeiten der Veränderung und des Umdenkens in kleinen Schritten:

  • Bewusstmachen: In die Natur gehen, hautnah und bewusst erleben und beobachten, um Verständnis für die Vorgänge der Natur zu erlangen
  • Bekanntmachen: Durch kleines, kommunales Einmischen die große Politik mit- und Strukturen umgestalten
  • Beginnen: Bei sich selbst mit Veränderungen beginnen, sowohl im Denken als auch im Handeln. Also sein eigenes Konsum- und Essverhalten reflektieren, Produkte aus biologischem, heimischen Anbau bewusst einkaufen, oder im eigenen Garten Pflanzenvielfalt einplanen, eine kleine Wildwiese anlegen, und mit Laub- und Geästmieten Insekten, Kleingetier und Vögel eine Stätte bieten, wo sie sich wieder heimisch fühlen und vermehren.

Nach einer angeregten Diskussion mit dem anwesenden Publikum wurde Herr Dr. Dörfler durch den Vorstand der BUND Kreisgruppe Celle verabschiedet.

Tipps zum Thema Wildwiese - Wildpflanzen bei Karola Naeder (Dipl. Biologin), Osteraden 1A in Lachendorf

 

 

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