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Kreisgruppe Celle

Allgemeines zu Streuobstwiesen

Allgemeines zu Streuobstwiesen

Definition: Kennzeichnend sind meist hochstämmige Obstbäume alter Sorten bei geringer Baumdichte (60-120 Bäume / ha; Obstplantagen bis zu 3000 St. / ha).

Durch die enorme Biodiversität (Artenvielfalt) auf Streuobstwiesen zählen sie zu den wertvollsten Lebensraumtypen (LRT).

Es sollte auf Insektizide und Herbizide verzichtet werden. und im Falle von Krankheit oder Pilzbefall umweltfreundlich behandelt werden.

Pflanzschnitt: ggf. Spitzen-Einkürzung in Abhängigkeit von der Wurzelmasse
falls keine Container-Ware, die Wurzelspitzen ein wenig kürzen

Erhaltungsschnitt: verjüngend = Vergreisung der Obstbäume vorbeugen

Baumscheiben“ (= ca. 4 Fuß rund um den Stamm) von Bewuchs freihalten!

Baumstamm-Pflege:  Risse glätten, große Wunden mit Baumwachs verschließen,
Stämme mit Baumweiß streichen

Winterschnitt: triebfördernd = Wachstumsanreiz. Spitze schneiden, Saftwaage beachten!

Sommerschnitt: beruhigend = Beruhigungsschnitt. Reduziert den starken Austrieb aufgrund
des Winterschnittes.      

Für die Obstbäume ist ein ausgewogenes Verhältnis von Wurzel- zu Kronenmasse bedeutsam, denn es sorgt für die Bildung eines kräftigen, tragfähigen Gerüsts.

Der Winterschnitt ist gekennzeichnet durch den recht radikalen Rückschnitt, damit wird der Baum im Frühjahr angeregt, neues Holz zu bilden, er dient als Wachstumsanreiz. Beim Schnitt ist auf die sogenannte „Saftwaage“ zu achten. Damit ist gemeint, dass gleichrangige Gerüstäste auf gleichem Niveau stehen, d.h. auf jeder „Etage" in gleicher Höhe enden. Außerdem sollten die Äste in einem Winkel von ca. 45° wachsen, weil dadurch die Früchte am Ast optimal mit Nährstoffen und Licht versorgt werden. Auch die "Baumscheibe" muss von Bewuchs freigehalten werden, denn nach dem Winter führen die Bäume die in den Wurzeln gelagerten Reservestoffe wieder stammaufwärts an die Triebknospen, wo dann ein starkes Sprosswachstum einsetzt.

Im Sommer hingegen findet lediglich ein sogenannter Beruhigungsschnitt der Obstbäume statt. Die nach dem Winterschnitt entstandenen Jungtriebe werden größtenteils entfernt, um für die nötige Luft im Inneren des Baumes zu sorgen.

Nach 8-10 Jahren sollte ein Erhaltungsschnitt durchgeführt werden, um die Krone locker zu halten und einer Überalterung vorzubeugen. Hierbei werden vor allem überbauende oder überbaute Äste entfernt.

Weiterführende Erklärungen siehe: BUND-Handbuch Streuobstwiesenpraxis  

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